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Bidi Modul · Baukalkulation

Kein Euro wandert ohne Grund.

Eine Kalkulation taugt erst als Grundlage, wenn sie stillsteht. Bidi friert sie als AK-Stand ein — und lässt Geld trotzdem umbuchen, aber nur über einen Antrag mit Herkunft, Ziel, Betrag und Begründung, den jemand anderes entscheidet.

Die Baukalkulation ist Modul 5 von 13 — sie hängt am Bauvorhaben, holt ihre Positionen aus dem importierten LV und gibt sie weiter an Bauzeitenplan und Rechnung. Die Beispielwerte sind erfunden, die Felder und die Rechenwege nicht.

Vier Stationen bis zum eingefrorenen Stand

Die Kalkulation fängt nicht mit einem leeren Blatt an, sondern mit dem LV, das ohnehin da ist — und sie endet nicht mit einer Summe, sondern mit einem Stand, auf den sich jemand berufen kann.

Das LV wird genau einmal zur Kalkulation

Hängt am Bau-Angebot ein importiertes LV und sind die Gewerke noch leer, übernimmt Bidi die Positionen beim ersten Öffnen — und merkt sich den Zeitpunkt. Jeder weitere Aufruf überspringt das. So kann ein Re-Import deine Kalkulation nicht überschreiben.

einmaliger BootstrapZeitstempel am DatensatzRücklink auf die LV-Position

Jede Position rechnet in eigenen Zeilen

Unter einer Position liegen Detailzeilen, und jede rechnet den Verbrauch je einer Einheit der Position — 0,35 Stunden Putzer je Quadratmeter, nicht 135 Stunden für die ganze Fläche. Fünf Arten: Lohn, Material, Geräte, Fremdleistung, Sonstiges. Wer nicht aufschlüsseln will, stellt Position oder ganzes Gewerk auf pauschal.

Verbrauch je Einheitfünf KostenartenZuschlag je Positionpauschal möglich

Diktiert wird der Text, nicht die Zahl

Der Diktat-Knopf sitzt im Positionsdetail des Bau-Angebots und schreibt in die Leistungsbeschreibung — er hängt an, was du sagst, statt zu ersetzen. Das ist die achte der acht Erfassungsstrecken in Bidi. Preise, Mengen und Zuschläge tippst du: eine falsch verstandene Zahl in einer Kalkulation fällt niemandem auf.

Langtext der Positionhängt an, ersetzt nichtkeine Zahlen per Diktat

Freigeben, verschicken, einfrieren

Erst freigegeben, dann versendbar — als PDF, als GAEB oder beides, dazu wahlweise ein Portal-Link, der 14 Tage gilt. Eingefroren wird als AK-Stand: eine Kopie, die read-only bleibt und weiß, aus welcher Arbeitsversion sie stammt. Auftauen darf nur, wer das Recht dazu hat.

freigeben vor versendenPDF · GAEB · beidesAK0, AK1, …Auftauen ist ein eigenes Recht
kalk_createangelegt
kalk_updategeändert
snapshot_createStand eingefroren
snapshot_unfreezeStand aufgetaut
transfer_requestUmbuchung beantragt
transfer_approvegenehmigt
transfer_rejectabgelehnt
transfer_cancelzurückgezogen

Das ist das ganze Protokoll. Acht Aktionen, jede mit Person, Zeitpunkt und einem freien Grund-Feld — mehr schreibt Bidi hier nicht mit, und weniger auch nicht.

Der Umbuchungszettel

Ein eingefrorener Stand ist unveränderlich — die Baustelle ist es nicht. Zwischen zwei Positionen Geld zu verschieben ist normal. Es heimlich zu tun, ist der Unterschied zwischen einer Nachkalkulation und einer Ausrede.

Umbuchung · Kalkulation AK1 Beispiel · Antrag 04
Von Gewerk 03 · 03.02.0040 Innenputz Q2
Nach Gewerk 04 · 04.01.0010 Trockenbau GK-Wände
Betrag netto — ein Feld, nicht zwei 1.200,00 €
Grund Drei Wände im OG werden beplankt statt geputzt — Fläche wandert mit.

Was am Zettel festgeschrieben wird

Beantragt
Bauleitung · 12.08.2026
Entschieden
Geschäftsführung · 13.08.2026 — genehmigt
Betrag
muss größer als null sein — die Richtung steht in Von und Nach
Bezeichnung
Gewerk-Nummer und Positionsname, wie sie beim Antrag lauteten
Ziel
eine andere Position — von sich auf sich selbst geht nicht

Die Beispielwerte sind erfunden — die Felder und die Pflichten nicht. Ohne Grund entsteht kein Antrag, und wer beantragt, entscheidet nicht selbst.

Warum der Zettel seinen Wortlaut behält

Von und Nach stehen nicht als Verweis auf dem Zettel, sondern als Text — Gewerk-Nummer und Positionsname so, wie sie im Moment des Antrags lauteten. Wird die Position später umbenannt oder umsortiert, liest sich der Antrag von damals trotzdem noch wie damals. Ein Verweis würde stillschweigend mitwandern und den Vorgang unlesbar machen — genau dann, wenn jemand ihn braucht.

Vier Stände, und einer davon gehört dem Antragsteller

Ein Antrag steht auf pending, bis jemand entscheidet: approved oder rejected — und eine Ablehnung trägt ihren eigenen Grund. Der vierte Stand ist cancelled: der Antragsteller zieht zurück. Wer sich verrechnet hat, muss also nicht darauf warten, abgelehnt zu werden.

Unsere alte Karte — diesmal stimmt sie

Bei fünf der bisher sieben geprüften Module war die alte Modulübersicht falsch; auf den betroffenen Seiten steht das offen drauf. Für die Kalkulation halten alle vier Angaben der Prüfung am Code stand. Sie sagen bloß ein Viertel.

Was die Karte sagt — und was stimmt
  • DIN 276 — ja, Ausgabe 2018-12, als eigener Abschnitt der Kalkulationacht Kostengruppen · 52 auf der zweiten · 105 auf der dritten Ebene
  • Snapshot-Versionierung — ja, als AK-Stände mit Datum, Person und Herkunfteingefroren = read-only
  • Detailkalkulation je LV-Position — ja, mit Rücklink auf die LV-PositionDetailzeilen rechnen je Einheit
  • Direkt aus dem Bau-Angebot heraus — ja, einmaliger Bootstrap beim ersten ÖffnenRe-Import überschreibt nicht
Was sie weglässt
  • Die Budget-Umbuchung — der ganze Antragsweg samt Genehmigung, das auffälligste Stück des Moduls
  • Das Protokoll — acht Aktionen mit Person, Zeit und Grund
  • Der Versand — PDF, GAEB oder beides, dazu ein Portal-Link auf Zeit
  • Baustelleneinrichtung und Baustellengemeinkosten als eigene Unterrechnungen, dazu Bürgschaftskosten
  • Pauschal statt Einheitspreis — je Position oder für ein ganzes Gewerk

Warum das hier steht: Eine Karte, die stimmt, ist keine Selbstverständlichkeit — sie war es bei fünf von sieben nicht. Wir schreiben beides auf: wo wir daneben lagen, und wo wir uns unter Wert verkauft haben.

Wo die Kalkulation aufhört

Eine Kalkulation rechnet, was du ihr sagst. Woher die Zahlen kommen und ob sie noch gelten, bleibt deine Sache — und Bidi tut nicht so, als wäre es anders.

bidi-app · packages/shared/src/types/kalkulation.ts wörtlich
/**
 * PROJ-101: Optionaler Verweis auf einen Stammdaten-Eintrag
 * (material_items / labor_rates / equipment_rates / nu_price_items).
 * `bezeichnung` und `ep` werden beim Anlegen kopiert (Preis-Drift-Pattern):
 * spaetere Katalog-Aenderungen wirken NICHT zurueck — der User triggert
 * "Refresh aus Katalog" explizit ueber den Picker.
 */
Der Preis aus dem Stammdaten-Katalog wird in die Detailzeile kopiert, nicht verlinkt. Steigt der Materialpreis morgen, ändert sich deine Kalkulation von gestern nicht von selbst — du holst den neuen Wert bewusst. Das ist Absicht: eine Kalkulation, die sich hinter deinem Rücken bewegt, kann niemand vertreten.

Kein Preis kommt von außen. Bidi liefert keine Baupreise mit — Lohnsätze, Materialpreise und Geräte-Sätze sind deine Stammdaten. Was die Kalkulation kann, ist damit sauber zu rechnen, nicht dir zu sagen, was Innenputz kostet.

Der Versand läuft über euren Mailserver. Ohne hinterlegten SMTP-Zugang verweigert Bidi die Mail mit einem klaren Hinweis, statt sie still verschwinden zu lassen. Das PDF selbst entsteht im Browser und wird mitgeschickt — es ist kein Server-Dokument.

Und ein AK-Stand ist keine Freigabe im Rechtssinn. Er ist eine eingefrorene Kopie mit Datum und Namen — belastbar gegenüber der eigenen Mannschaft und dem eigenen Protokoll. Was gegenüber dem Bauherrn gilt, steht im Vertrag, nicht in der Software.

An einer Position, die euch wehgetan hat

Bring eine mit, die am Ende teurer war als kalkuliert. Wir rechnen sie im Gespräch in Detailzeilen nach — dann siehst du, an welcher Zeile es hing.

  • Du schreibst zwei Zeilen, Frank meldet sich bei dir.
  • Ihr nehmt eine echte Position mit euren eigenen Sätzen.
  • Danach weißt du, was das Modul kann und was nicht. Beides steht auf dieser Seite.

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