Die Rechnung bleibt stehen.
Ein Aufmaß ist keine Zahl, sondern eine Rechnung mit Herkunft. Bidi speichert die Formel mit — nicht nur ihr Ergebnis. Drei Monate später steht noch da, wie die Menge zustande kam.
Das Aufmaß ist Modul 3 von 13 — es gibt es nicht einzeln, es sitzt in der Bau-Plattform. Genau deshalb läuft die Menge von hier ohne Abschreiben weiter: ins Angebot, in die Rechnung, in den Zahlplan.
Vom Zollstock bis zur geprüften Menge
Fünf Stationen, und keine davon verlangt, dass jemand abends im Büro Zahlen abtippt.
Aufsprechen statt tippen
Am Gerüst hat keiner eine Hand für die Tastatur frei. Also sprich es auf: „Achse A, zwölf fünfzig mal drei zwanzig, Innenputz.“ Die KI hört mit, sucht die passende LV-Position und legt die Zeile an — mit der Formel, nicht nur mit dem Ergebnis. Mehrere Positionen in einem Diktat sind normal, Fotos hängst du direkt dran.
Du siehst den Vorschlag, bevor er gespeichert wird, und korrigierst ihn. Getippt wird weiterhin, wer lieber tippt — das Diktat ist der zweite Weg zum selben Blatt, nicht der einzige.
Auch ohne Netz
Die Plattform ist eine Offline-PWA: das Blatt entsteht auch im Funkloch und wandert später von selbst hoch — Diktat wie Tipperei laufen durch dieselbe Warteschlange. Foto dazu: es trägt Aufnahmezeit und, wenn das Gerät sie liefert, die Koordinaten.
Rechnen — und die Rechnung behalten
Du trägst die Formel ein, nicht das Ergebnis: 12,50 × 3,20. Bidi legt beides ab, die Rechnung und die Menge, auf drei Nachkommastellen genau. Mehrere Positionen passen auf ein Blatt — jede mit eigener Formel und eigener Reihenfolge.
Prüfen in vier Stufen
Ein Blatt ist nicht einfach da — es hat einen Stand. Entwurf, eingereicht, geprüft oder zurückgewiesen: vier feste Werte, keine Auslegung. Auch der Nachunternehmer kann ein Aufmaß einreichen; wer es angelegt hat, steht am Blatt.
Weitergeben, nicht abtippen
Die geprüfte Menge geht von hier aus weiter — in das Bau-Angebot, in die Ausgangsrechnung, in den Baufortschritt. Kein Export, kein Zwischenblatt, kein zweites Mal tippen.
Das Diktat ist keine Aufmaß-Besonderheit
Was hier für die Aufmaßzeile gilt, gilt für jeden Beleg, den du auf der Baustelle erfasst: Bidi hat dafür acht Diktat-Strecken, jede in ihre eigene Maske hinein — nicht ein Notizfeld für alles. Für Störungen hängt der Mikrofonknopf sogar dauerhaft am Bildschirmrand, weil eine Behinderungsanzeige keine Zeit hat, bis jemand am Schreibtisch sitzt.
- Aufmaß
- Bautagebuch
- Zeiterfassung
- Störung
- Tätigkeitsbericht
- Regiebericht
- Begehung / Feststellung
- Angebotsposition
Das Diktat läuft über den KI-Schlüssel, den dein Betrieb hinterlegt hat; ist keiner hinterlegt, läuft es über den von Bidi — dann mit Kostenbeleg je Aufruf. Mehr dazu auf der BidiGPT-Seite.
Das Blatt, so wie es abgelegt wird
Kein Screenshot, sondern die Anatomie: was auf einem Aufmaßblatt steht, wenn Bidi es speichert.
Dazu am Blatt: Datum, Ersteller, freie Bemerkung, Handskizze und Fotos. Die Beispielwerte sind erfunden — die Felder sind es nicht.
Was hier nicht steht: eine Freigabe-Unterschrift des Bauherrn direkt am Aufmaßblatt gibt es nicht — die Gegenzeichnung vor Ort sitzt im Regiebericht, nicht hier. Und eine automatische Mengenermittlung aus dem Bauplan ist ein eigenes Vorhaben, kein Bestandteil dieses Moduls.
Raumbuch und Zug-Matrix
Wenn dasselbe Gewerk durch dreißig Räume läuft, ist die Frage nicht „wie viel", sondern „wo wie viel". Dafür gibt es das Raumbuch — und die Matrix, die Raum und Position kreuzt.
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Das Raumbuch
Räume mit Nummer, Geschoss und Bezeichnung. Ein Aufmaß kann auf einen Raum zeigen — muss aber nicht: wo es keine Räume gibt, bleibt das Feld leer, statt dich zu einer Angabe zu zwingen.
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Die Zug-Matrix
Raum × Position, in jeder Zelle geplante und tatsächliche Menge. Damit siehst du in einer Tabelle, welcher Raum fertig ist und wo die Menge aus dem Ruder läuft.
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Der X31-Export — ehrlich beschriftet
Die Matrix geht als GAEB-X31-XML raus. Ein Hinweis dazu steht im Quelltext und gehört auch hierher: der Export trägt zwei Bidi-eigene Zusatzfelder (geplante Menge, Geschoss) und ist damit kein striktes GAEB-DA-XML. Für den Austausch mit deinem AVA-Haus vorher einmal gegenprüfen.
X31Raum × PositionPlan + Ist
| Raum | Plan | Ist |
|---|---|---|
| 201 · OG | 64,400 | 64,400 |
| 202 · OG | 64,400 | 66,120 |
| 203 · OG | 64,400 | 64,400 |
| 204 · OG | 64,400 | 62,700 |
| Summe | 257,600 | 257,620 |
Was aus der Menge wird
Der Grund, warum das Aufmaß kein eigenes Programm ist: die geprüfte Menge muss dorthin, wo Geld entsteht — ohne Umweg über eine Exportdatei.
Ins Bau-Angebot
Aufmaße hängen direkt an der Angebotsposition. Aus dem gemessenen Bestand wird die Angebotsmenge, ohne Zwischenschritt.
169_proj123_measurements_bau_angebot.sql
In die Ausgangsrechnung
Die Rechnung kennt das Aufmaß als Herkunft ihrer Positionen — sie weiß, aus welcher Messung ihre Menge stammt.
166_proj116_aufmass_abrechnung.sql
In den Baufortschritt
Gemessener Fortschritt speist die Abschlagsrechnung: was aufgemessen und geprüft ist, ist abrechenbar.
068_invoice_measured_progress.sql
calculation_formula TEXT, -- e.g. "12.5 * 3.2 * 0.3"
Am eigenen Aufmaß statt an der Demo
Bring ein Aufmaßblatt mit, das dich zuletzt Zeit gekostet hat. Wir bauen es im Gespräch nach — dann siehst du in zehn Minuten, ob das trägt.
- Du schreibst zwei Zeilen, Frank meldet sich bei dir.
- Ihr nehmt ein echtes Blatt von deiner Baustelle, keine Demo-Zahlen.
- Danach weißt du, was das Modul kann und was nicht. Beides steht auf dieser Seite.